80 Jahre US-Atombomben auf Japan – Hiroshima & Nagasaki mahnen!

Die FRIEDENSGLOCKENGESELLSCHAFT BERLIN e. V. ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, der am 07. Oktober 1999 im Teeladen & Stube „Oblomow“ im Stadtbezirk Berlin – Prenzlauer Berg, kurz nach dem 10. Jahrestag der Einweihung der Berliner Friedensglocke, gegründet wurde.

Die Gründer führte der Wunsch zusammen, die mit der Glocke verknüpfte Botschaft des Friedens und die Ächtung von Atomwaffen wieder stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen.

Kleine weiße Friedenstaube gesungen am 05.08.2025 zur Nacht der Kerzen von den Friedenshexen (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer: 03:36)

Impressionen 05./06./09. August 2025 Mahn- und Gedenkfeierlichkeiten zum 80. Jahrestag der US-Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer: 30:57)

Anja Mewes – Vorsitzende der Friedensglockengesellschaft e. V.: Erklärung der Teilnehmer der Gedenkveranstaltung (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer: 06:39)

Im Gespräch mit Anja Mewes, Vorsitzende der Friedensglockengesellschaft Berlin e.V. (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer: 15:47)

Grußwort von Kazumi Matsui – Bürgermeister von Hiroshima und Präsident von Mayors for Peace (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer: 04:41)

Grußwort von Kai Wegner – Bürgermeister von Berlin (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer: 04:10)

Rede von Josephine Thyrêt – Betriebsratsvorsitzende von VIVANTES (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer: 19:52)

Rede von Dr. Wolfram Adolphi (Publizist und Autor) / (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer:15:54)

Rede eines Hibakusha in 4. Generation mit einer Schülergruppe aus Hiroshima und Nagsaki (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer:10:52)

Rede von Greta Fuchs-Kittowski, Deutscher Friedensrat e.V. (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer:02:41)

Eine Kunstaktion für Frieden, Gewaltfreiheit und Menschenrechte von Freunde für Frieden (Prod.: Mathias Tretschog / Dauer: 16:34)

Am 06. und am 09. August 1945 zündete die US-Armee im Zweiten Weltkrieg über den japanischen Großstädten Hiroshima und Nagasaki je eine Atombombe. Insgesamt führten diese Angriffe in Hiroshima zu ungefähr 136.000 Todesopfern und Verletzten und in Nagasaki zu etwa 64.000 Todesopfern und Verletzten. Alleine in Hiroshima starben am Tag des Angriffes rund 45.000 Menschen – die Mortalitätsrate innerhalb eines halben Kilometers um den Einschlag betrug am Tag des Abwurfs rund 90 Prozent. Innerhalb der folgenden vier Monate verstarben weitere 19.000 Menschen in Hiroshima. 72.000 Menschen überlebten ihre Verletzungen. 

Folgen der Abwürfe

Viele Verletzte verstarben im Laufe der nächsten vier Monate entweder durch die direkte Verletzungen oder an den Folgen der radioaktiven Strahlung. Wie viele Menschen darüber hinaus an den Spätfolgen der Bombenabwürfe gestorben sind, lässt sich nicht mit Sicherheit bestimmen.

Durch diesen Angriff wurden in Hiroshima 91,9 Prozent der gesamten Gebäude zerstört oder beschädigt, davon knapp 63 Prozent vollständig. In Nagasaki waren es hingegen nur rund 36 Prozent.

Statista: Geschätzte Todesopfer und Verletzte der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki im August 1945

Gründe für die Abwürfe

Im Juni des Jahres 1945 ging mit der Schlacht um Okinawa die jüngste große Offensive der Amerikaner im Pazifikraum zu Ende. Die hohen Verluste dieser Schlacht und der voraus gegangenen Kampagne durch den gesamten Pazifikraum ließen erahnen, dass eine Invasion des japanischen Mutterlandes mit sehr hohen Verlusten verbunden sein würde. Aus diesem Grund entschieden sich die USA für den Einsatz der Atombombe.

So lautet jedenfalls das offizielle Narrativ, wie es auf Statista nachzulesen ist.

Die Abwürfe waren und bleiben Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen!

Klaus Scherer ist ein deutscher Fernsehjournalist, Buchautor und Dokumentarfilmer. Anlässlich des 70. Jahrestags des Abwurfs der US-Atombomben auf Japan produzierte er den Film „Nagasaki – Warum fiel die zweite Bombe?”. (ARD, 03.08.2015)

So wird in dem Film berichtet:

„… In Wahrheit hätten die Angriffe lediglich Japans Großstädte Nummer 67 und 68 zerstört, sagen sie. Der Eintritt der Sowjetunion in den Pazifikkrieg am 8. August 1945 und der Bruch des gültigen Neutralitätspaktes hätten wesentlich mehr als die Atombombe dazu beigetragen, dass Japan kapitulierte. Das erklären etwa der japanische Historiker Tsuyoshi Hasegawa und der US-amerikanische Oppenheimer-Biograf Martin Sherwin, die als Forscher auch russische Archive ausgewertet haben. Denn Japan habe bis zuletzt auf Moskau als Vermittler einer diplomatischen Lösung gehofft. Militärisch sei das Land längst besiegt gewesen. Auch habe Amerika von Tokios Friedensavancen via Moskau gewusst. […]

In US-Archiven fand Scherer schließlich militärische Wochenschauen, die die Geschichtsfälschung belegen. Zu den ersten Originalbildern, die US-Soldaten im zerstörten Japan aufnahmen, berichteten sie 1945 noch wörtlich, dass der Gegner schon lange vor den Atombomben vernichtend geschlagen war“, so Scherer. Ein Jahr danach jedoch, am ersten Jahrestag des ‚Victory Day‘, hörten die Amerikaner das glatte Gegenteil. Japan sei hochgerüstet und kampfentschlossen gewesen, hieß es nun. Erst die Hiroshima-Bombe habe die ‚Japsen‘ zögern lassen. Dann sei der entscheidende Schlag auf Nagasaki gefolgt und sie hätten kapituliert.

Am Ende verdichtet sich das Bild, dass Washington das Kriegsende im Pazifik sogar hinauszögerte, um die Bomben noch auf dem Schlachtfeld zu testen und damit zugleich Moskau als konkurrierende Siegermacht zu verhindern. Da es zwei Baustoffe für die Bomben gab, seien von vornherein zwei Abwürfe geplant gewesen, erläutert US-Historiker Peter Kuznick von der Washingtoner American University. Auf Hiroshima fiel eine Uranbombe, auf Nagasaki eine Plutoniumbombe“, zitiert ihn der Film. Hätte es noch eine Thoriumbombe gegeben, wären drei gefallen.“ …“

06.08.2020 – Berlin, 75 Jahre Hiroschima & Nagasaki, Friedensglockengesellschaft

(Prod.: Mathias Tretschog / Dauer: 48:22)

Weitere Hintergrundinformationen zum US-Atomkrieg

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