21.04.2025 – Cottbus
Der Ostermarsch Cottbus am 21.04.2025 wurde organisiert von den Cottbuser Montagsmahnwachen für Frieden und der Friedenskoordination Cottbus.
Weitere Mitwirkende waren: Gewerkschaftsjugend IG BAU, Mittelstandsinitiative Brandenburg (MIB), Bürgergruppe Zukunftssicheres Cottbus (ZSC), Naturschutzbund NABU, Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), DKP Brandenburg, Freunde des Friedens Berlin, Arbeitskreis Darmstädter Signal, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (B.U.N.D.)
Neben Reden und musikalischen Beiträgen wurde auf dem Stadthallenvorplatz ein großes Weltfriedenszeichen der Berliner Aktionskünstlerin Ute Bella Donner aufgestellt und eine Cottbuser Friedensaktivistin bastelte mit Kindern Friedenskraniche.
(Videoproduktion Mathias Tretschog / Dauer: 08:17)
Im Anschluss an die fast zweistündige Kundgebung mit ca. 200 Teilnehmern erfolgte noch ein kleiner innerstädtischer Ostermarsch.
Vor der Stadthalle Cottbus wird weiterhin jeden Montag 18 Uhr eine Friedensmahnwache stattfinden.
Ingo Karras
„Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“
(George Santayana – US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller)
Ostermarsch Cottbus 2025 – Impressionen / Dauer: 06:39
„Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!“
(Vorwärts-Redakteur Eugen Prager, 1932)
1914 – 1918: Kriegskredite spalten die SPD
Die innerorganisatorische Debatte bei den Freien Gewerkschaften und der SPD entzündet sich an der Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten. Wortführer sind Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Als Reichstagsabgeordneter stimmt Karl Liebknecht gegen die Bewilligung der Kriegskredite und den Burgfrieden. Die Führung der Freien Gewerkschaften hingegen unterstützt den Kurs der sozialdemokratischen Fraktionsmehrheit. Die Generalkommission begrüßt die Spaltung der SPD, die mit der Gründung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) Ostern 1917 vollzogen wird. Um ein Übergreifen des Konflikts auf die Freien Gewerkschaften zu vermeiden, tritt sie für eine konsequente Ausgrenzung der Gegner der Burgfriedenspolitik ein. … (Quelle: Geschichte der Gewerkschaften)
1914. Der Kriegskurs der SPD war mehr als ein Verrat von Prinzipien
Warum stimmen Linke für den Krieg? Die Grünen taten es 1999 beim Kosovokrieg, die italienischen KommunistInnen zerbrachen an der Abstimmung über den Afghanistaneinsatz, die antideutsche Linke mobilisierte 2003 gegen die deutsche Friedensbewegung und für den Irak-Krieg. Die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher nicht sein, doch eins ist gemeinsam: Parteinahme im Krieg der Herrschenden bedeutete immer eine Niederlage für linke Bewegungen, brachte Spaltungen, Hass und Verratsvorwürfe mit sich. Urbild dieser Konflikte ist der August 1914, als Gewerkschaften und SPD in Deutschland durch die Unterstützung des Ersten Weltkrieges von vaterlandslosen Gesellen zu Patrioten wurden. Ein Blick zurück auf eine Entscheidung, die mehr war als ein Verrat von Prinzipien. … (Quelle: Rosa-Luxemburg-Stiftung)
1959: Die Anfänge – Geschichte des Ostermarsches in Deutschland
In der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre fanden die massenhaften Proteste „Kampf dem Atomtod“ statt, die von der SPD, den Gewerkschaften und der Evangelischer Kirche sowie von einzelnen Persönlichkeiten organisiert und maßgeblich bestimmt worden waren. Als die SPD 1959 mit ihrem „Godesberger Programm“ einen politischen Kurswechsel vollzog, hatte sie die Proteste „Kampf dem Atomtod“ abgewürgt. … (Quelle: Netzwerk Friedenskooperative)
2025: SPD wieder für Kriegskredite
Es ist beschlossene Sache. Nur einen höflichen Applaus gab es dafür, dass die SPD in vollendeter Geschichtsvergessenheit zusammen mit CDU/CSU und Grünen für die Grundgesetzänderungen zur Finanzierung der durchaus historischen Aufrüstung der BRD gestimmt hat. Im Bundestag verlas Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) am Dienstag Nachmittag das Endergebnis der namentlichen Abstimmung: 513 Jastimmen, 207 Neinstimmen. Keine Enthaltungen. 489 Stimmen waren erforderlich. … (Quelle: 19.03.2025 – junge Welt)
Gastreden vom Ostermarsch in Cottbus 2025
Liebe Freunde, liebe Zuschauer,
alle Redebeiträge und weitere Eindrücke vom Ostermarsch in Cottbus sind nun fertig gestellt und sind neben anderen filmischen Dokumentationen auch in der YouTube-PlayList der Friedenskoordination Cottbus zu finden.
Mathias Tretschog – Freier Journalist
(01) Ostermarsch Cottbus 2025 – Eröffnungsrede: Günter Knothe (Mahnwache Cottbus) / Dauer: 01:16
(02) Ostermarsch Cottbus 2025 – Eröffnungsrede: Alayna (SDAJ) / Dauer: 06:49
(03) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Günter Knothe (Mahnwache Cottbus) / Dauer: 03:31
(04) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Gisela Vierrath (Friedenskoordination Cottbus) / Dauer: 05:25
(05) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Ernst Mano (Friedensaktivist, ehemals CDU) / Dauer: 05:07
(06) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Horst-Dieter Jatzlauck (Friedensaktivist) / Dauer: 02:27
(07) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Katja Arnold (Zukunftssicheres Cottbus) / Dauer: 07:21
(08) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Ingo Karras (Friedenskoordination Cottbus) / Dauer: 01:33
(09) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Florian D. Pfaff (Darmstädter Signal) / Dauer: 06:33
(10) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Valerian (IG BAU) / Dauer: 07:48
(11) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Marlon (IG BAU) / Dauer: 08:16
(12) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Thomas Knott (MI BRB) / Dauer: 03:21
(13) Ostermarsch Cottbus 2025 – Rede: Leandro & Salem (SDAJ) / Dauer: 11:03
Mathias Tretschog – Freier Journalist & Gründer der Friedensinitiative Stop the WAR in Yemen


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